9 Nov

Bezüglich Entwicklungen bei IEEE802.3, sind unzählige teils überlappenden Lösungen in Entwicklung oder bereits Standard. Schon jetzt ist absehbar: Nicht jede Lösung wird auch kommerziell ein Erfolg.

Haben wir einen Investitionsstau bei optischen Netzen?
Das oft in seinem Übertragungspotenzial als begrenzt angesehene Kup- fer-Datenkabel erfreut sich aktuell größter Beliebtheit: nicht nur, dass es in LAN-Installationen als IT-Infrastruktur ächendeckend das gesamte Gebäude erschließt, es speist gleichzeitig die WLAN-APs, bindet zudem die verteilte Gebäudetechnik ins Netz ein und dient zu guter Letzt auch noch zur Strom- versorgung über PoE. Solche LANs werden heute richtigerweise auf 10G (Klasse EA) ausgelegt, was seit 2006 mit 10GBase-T genormte Technik ist. Transceiver für dieses Verfahren nden heute durchaus Verwendung, im Re- chenzentrum in EOR-Installationen oder zur Backbone-Konsolidierung, wenn vier 10G Transceiver durch einen 40G Transceiver ersetzt werden, ohne je- doch die Liniengeschwindigkeit pro Faserpaar zu steigern. Das ist wirtschaft- lich sinnvoll, aber technisch ein auf-der-Stelle-treten.

Technologien ab 40G
Die IEEE forscht an vielen neuen Protokollen von 25, 40, 50, 100, 200, 400 oder sogar 800G. Diese Technologien über bestehende Duplex Verbindungen zu betreiben ist eines der angestrebten Ziele. Bereits heute nden Transcei- ver mit 40GBase-UNIV über bestehende OM3/4 Multimode oder Singlemode Fasern, mit Wellenlängenmultiplex über Wellenlänge 1270-1330nm, mit einer Übertragungsdistanz von 150m ihren Einsatz.

Dabei ist die Zeit reif für den ächendeckenden 40G-Einsatz, nicht nur wegen der genannten Netzhierarchie, sondern auch weil 40G Transceiver heute auf einem „gesunden“ Preisniveau angekommen sind, dass die Voraussetzung für diese Investitionen schafft.

Über ein Faserpaar seriell, das heisst mit einer Quelle und einem Empfän- ger 100G und mehr zu betreiben, ist heute nicht möglich. Wir haben es in der Praxis immer mit Multi-Lane Verfahren zu tun, bei denen mehrere Ka- näle kaskadiert betrieben werden. Deshalb werden Wege gesucht wie man über eine Duplexverbindung 100G, ohne zusätzlichen Investitionen in eine neue LWL Infrastruktur, übertragen kann. Eine aktuelle Entwicklung bildet die WDM-Technik mit wenigen kurzen Wellenlängen von 850nm-950nm, auch Shortwave-WDM oder SWDM genannt. 

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